Aktuelles

Nzara - Frühjahr 2021

Eine Augenklinik für die Menschen in Nzara

Stiftung Augenlicht mit neuem Projekt im Südsudan

Der Südsudan ist einer der jüngsten Staaten der Erde. Und einer der ärmsten. Seit seiner Unabhängigkeitserklärung 2011 ringen in dem kleinen Land verschiedene Volksgruppen um die Macht, ein großer Teil der Bevölkerung hat nicht genug zu essen, die medizinische Versorgung ist katastrophal. Es fehlen Ärzte, Pfleger und medizinische Ausrüstung.

Hoffnung

Doch es gibt auch Geschichten, die Hoffnung machen. Eine solche Geschichte begann vor ein paar Jahren in dem südwestlichen Bundesstaat Western Equatoria State des Süd Sudan. Der aus der zentralafrikanischen Republik stammende Augenspezialist und -chirurg, Ambroise Soungouza, hatte dorthin geheiratet und stellte schnell fest, dass für die ca. 500.000 Einwohner der Umgebung keine augenmedizinische Versorgung bestand. Zunächst führte er mit der Unterstützung einer spanischen Organisation und dem deutschen Augenarzt Dr. Andreas Dittrich vom Dt. Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) mobile Augencamps durch, in denen Patienten augenärztlich untersucht, mit Medikamenten versorgt und auch operiert werden konnten. Doch Dr. Andreas Dittrich und Ambroise Soungouza sahen bald, dass Augencamps allein nicht ausreichten, um die vielen von Blindheit bedrohten Menschen in dieser Region wirksam und nachhaltig zu behandeln.

Zwei Augenärzte und ihr Plan

Ihr Plan: eine dauerhafte Augenstation mit festen Untersuchungs- und Operationsräumen. Zum Glück fand der Plan sogleich viele Unterstützer. Die örtliche katholische Diözese räumte den Initiatoren einen Bauplatz auf dem Gelände des St. Theresa Hospitals in Nzara (20 km nördlich der Provinzstadt Yambio) ein - praktisch, denn das Krankenhaus bietet neben der notwendigen Strom- und Wasserversorgung auch Sterilisationsmöglichkeiten und kann bei Bedarf Patienten stationär aufnehmen. Inzwischen sind die Planungen und Genehmigungen (unterstützt von der Diözese und den örtlichen Behörden) soweit fortgeschritten, dass nun gebaut werden kann. Anfang Februar 2021 legten Bischof Eduardo Hiiboro Kussala und Ambroise Soungouza in einer feierlichen Zeremonie den Grundstein (s. Foto) zu der Klinik, am nächsten Tag starteten die Bauarbeiten, die seitdem zügig vorangehen. Das Projekt wird schwerpunktmäßig von Dr. Andreas Dittrich begleitet.

Mit Ihrer Hilfe helfen

Eine Klinik besteht nicht nur aus Mauern. Für den täglichen Betrieb werden Diagnosegeräte, Operationsinstrumente, Verbrauchsmaterialien, Medikamente und vieles mehr benötigt. Vor allem möchten die dort tätigen Augenärzte so schnell wie möglich Fachpersonal ausbilden, um möglichst vielen von Blindheit bedrohten Menschen helfen zu können. Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung. Mit Ihrer Hilfe können wir die Augenklinik für die Menschen in Nzara zu einem erfolgreichen Projekt machen und vielen tausend Menschen in der Region Blindheit und Sehbehinderung ersparen.

Nzara liegt über der Markierung, etwa 20 km nördlich von Yambio.
Solarfeld auf dem Krankenhausgelände
Die Klinik wird sich autark mit Strom und Wasser versorgen können.
Augenspezialist Soungouza und Bischof Hiiboro Kussala (v.re.) bei der Grundsteinlegung
mit vielen Gästen: Bauunternehmer, Krankenhausleitung, Behördenvertreter,
Vertreter der religiösen Gemeinschaften, Presse und Radio.
Ausheben des Fundaments mit Hacke & Schaufel (acht Tage später).
Die Bodenplatte ist gegossen und die ersten Mauern stehen (Ende Februar).
Inzwischen ist auf Zimmerhöhe gemauert (Ende März).

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Entwicklungszusammenarbeit - Teambuilding - Exkursion

Mit Entwicklungszusammenarbeit (EZ) verbinden viele Leute nach wie vor so etwas wie Brunnenbohren in der Wüste. Gibt es natürlich. Vor allem aber braucht es hier wirkliche Fachleute; Sonst sind gut gemeinte Pläne schnell im Wüstensand versickert.

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Neues Leben für die Augenklinik in Ndanda

Ein Team unter Dr. Mjaliwa reaktiviert die Augenabteilung im St. Benedict Hospital. Mit Unterstützung der Stiftung Augenlicht werden Geräte beschafft und Lösungen erarbeitet. In einer unterversorgten Region sind ihre Bemühungen entscheidend.

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Dr. Balmes in Nyangao, Tansania

Persönlicher Besuch in Nyangao, Januar 2023: Gepflegtes Internat, individueller Unterricht in Punktschrift, Augenuntersuchungen in Ndanda. Stiftung Augenlicht setzt sich weiterhin für die Kinder und ihre Bildung ein. Blick in eine bewegende Reise.

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Einweihung einer Augenklinik im Südsudan

Eine mutige Projektreise trotzte politischen Unruhen und Unsicherheiten. Die errichtete Augenklinik bringt dringend benötigte medizinische Versorgung in eine Region mit hoher Blindheitsrate und zeigt, wie gemeinsame Anstrengungen Leben verändern können.

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Ceprece - Ein Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht aus einer Augenklinik in Cusco, Peru: Eine Medizinstudentin erlebt den Einsatz gegen Blindheit hautnah. Vom Alltag in der Klinik bis zu Außeneinsätzen und Weihnachtskampagnen - ein Einblick in die Arbeit von CEPRECE.

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Eine Augenklinik für die Menschen in Nzara

Nzara - Ein Lichtblick in einer herausfordernden Region. Stiftung Augenlicht startet ein neues Projekt im Südsudan. Erfahren Sie mehr über den Aufbau einer dringend benötigten Augenklinik.

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Neues aus dem Südsudan

Fortschritte am Augenklinik-Bau und Gerätevorbereitungen in Deutschland. Die Reise eines Container voller medizinischer Ausrüstung beginnt. Erfahren Sie mehr über die spannenden Entwicklungen in diesem Artikel.

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1. Kongressteilnahme der Stiftung Augenlicht

Zum ersten Mal in der Geschichte der Stiftung Augenlicht präsentierten wir uns einem großen augenärztlichen Fachpublikum. Mit einem Kongressstand nahmen wir an der 186. Versammlung der Rheinisch-Westfälischen Augenärzte e.V. am 27. + 28. Januar 2024 in der X-Post in Köln teil.

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